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Den Kalender mit den Terminen der ZAK-Lehrveranstaltungen finden Sie hier.
Donnerstag, 25. Juni 2026
18:00 - 19:30
Colloquium Fundamentale: Schaden Moralisierungen der Redefreiheit?
Vortrag
Atrium im InformatiKOM, Geb. 50.19, KIT Campus Süd, Adenauerring 12
Dr. Thomas Petersen, Institut für Demoskopie Allensbach
An gegenwärtigen öffentlichen Auseinandersetzungen wird immer wieder bemängelt, sie seien moralisiert. Kritisiert wird dabei, dass Diskussionen häufig weniger von der Suche nach differenzierten Argumenten geprägt seien als von dem Wunsch, sich moralisch korrekt zu positionieren. In Verruf sind Moralisierungen auch deshalb, weil sie als Mittel eingesetzt werden können, um andere Standpunkte zu diskreditieren und den offenen Austausch von Argumenten zu erschweren.
Zugleich sind Moralisierungen ein wichtiger Motor gesellschaftlichen Fortschritts. Ohne die Anprangerung von Ungerechtigkeit, Diskriminierung oder Machtmissbrauch wären zentrale Fortschritte – etwa im Kampf um das Frauenwahlrecht, die Abschaffung der Rassentrennung in den USA oder die Sensibilisierung für Machtmissbrauch in Abhängigkeitsverhältnissen – kaum denkbar.
Das Colloquium Fundamentale widmet sich im Sommersemester 2026 den Chancen und Risiken von Moralisierungen in öffentlichen Auseinandersetzungen und findet im Rahmen des BMFTR-geförderten Projektes MoWiKo (Moralisierungen in der Wissenschaftskommunikation – Ursachen, Formen und Wirkungen) statt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie moralische Bewertungen öffentliche Debatten, die Redefreiheit und die Wissenschaftsfreiheit beeinflussen und unter welchen Bedingungen sie zu produktiver Kritik an Missständen oder zu einer problematischen Verengung des Diskurses werden.
Abstract
Seit einigen Jahren wird in der Öffentlichkeit intensiv diskutiert, inwieweit die Redefreiheit in Deutschland noch gesichert ist. Einer der Auslöser hierfür war ein Umfrageergebnis des Instituts für Demoskopie Allensbach aus dem Jahr 2021, wonach nur noch rund die Hälfte der Bevölkerung den Eindruck hat, man könne seine politische Meinung frei äußern. Gleichzeitig kann man immer wieder die Klage hören, es gebe eine zu starke Moralisierung in der öffentlichen Debatte. Der Vortrag wird erläutern, warum beides miteinander verknüpft ist. Er beschreibt auf der Grundlage der Repräsentativumfragen des Allensbacher Instituts, welche sozialpsychologischen Mechanismen den sozialen Druck erzeugen, der von vielen Bürgern beklagt wird. Er zeigt, welche Rolle dabei die Massenmedien spielen und warum ein gewisses Maß an sozialer Kontrolle der Preis ist, den man für eine freie Gesellschaft zahlen muss.
Foto: © FORUM
Zugleich sind Moralisierungen ein wichtiger Motor gesellschaftlichen Fortschritts. Ohne die Anprangerung von Ungerechtigkeit, Diskriminierung oder Machtmissbrauch wären zentrale Fortschritte – etwa im Kampf um das Frauenwahlrecht, die Abschaffung der Rassentrennung in den USA oder die Sensibilisierung für Machtmissbrauch in Abhängigkeitsverhältnissen – kaum denkbar.
Das Colloquium Fundamentale widmet sich im Sommersemester 2026 den Chancen und Risiken von Moralisierungen in öffentlichen Auseinandersetzungen und findet im Rahmen des BMFTR-geförderten Projektes MoWiKo (Moralisierungen in der Wissenschaftskommunikation – Ursachen, Formen und Wirkungen) statt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie moralische Bewertungen öffentliche Debatten, die Redefreiheit und die Wissenschaftsfreiheit beeinflussen und unter welchen Bedingungen sie zu produktiver Kritik an Missständen oder zu einer problematischen Verengung des Diskurses werden.
Abstract
Seit einigen Jahren wird in der Öffentlichkeit intensiv diskutiert, inwieweit die Redefreiheit in Deutschland noch gesichert ist. Einer der Auslöser hierfür war ein Umfrageergebnis des Instituts für Demoskopie Allensbach aus dem Jahr 2021, wonach nur noch rund die Hälfte der Bevölkerung den Eindruck hat, man könne seine politische Meinung frei äußern. Gleichzeitig kann man immer wieder die Klage hören, es gebe eine zu starke Moralisierung in der öffentlichen Debatte. Der Vortrag wird erläutern, warum beides miteinander verknüpft ist. Er beschreibt auf der Grundlage der Repräsentativumfragen des Allensbacher Instituts, welche sozialpsychologischen Mechanismen den sozialen Druck erzeugen, der von vielen Bürgern beklagt wird. Er zeigt, welche Rolle dabei die Massenmedien spielen und warum ein gewisses Maß an sozialer Kontrolle der Preis ist, den man für eine freie Gesellschaft zahlen muss.
Foto: © FORUM
Montag, 29. Juni 2026
14:00 - 15:30
Ringvorlesung Wissenschaft in der Gesellschaft: Mehr als ein Kulturkampf. Männliche Verbündete, Diversity als Aufreger und die alte Frage: Wer macht welchen Job? (online)
Vortrag
Geb. 30.41 / Chemie-Hörsaal Nr. 2 / Criegée-Hörsaal
KIT Campus Süd, Fritz-Haber-Weg 2-6 …
KIT Campus Süd, Fritz-Haber-Weg 2-6 …
Dr. Mara Kastein, Frankfurt University of Applied Sciences, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte & Referentin für Chancengerechtigkeit in MINT
In welcher Beziehung stehen Wissenschaft und Gesellschaft? Wie nehmen gesellschaftliche Entwicklungen Einfluss auf die wissenschaftliche Forschung und wie wird wissenschaftliche Erkenntnis gesellschaftlich rezipiert und angewandt? Die Vorlesungsreihe mit unterschiedlichen KIT-internen und -externen Referierenden bietet einen Überblick über die Thematik, der sich in folgende Schwerpunkte gliedert: I. Das Wissenschaftssystem, II. Wissenschaft und Öffentlichkeit, III. Wissenschaft und Politik, IV. Wissenschaft und Wirtschaft, V. Wertediskurse.
Gasthörende und Gäste zu Einzelterminen melden sich bitte per E-Mail an unter ringvorlesung@forum.kit.edu.
Foto: jbuinac / stock.adobe.com
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Foto: jbuinac / stock.adobe.com
Donnerstag, 02. Juli 2026
18:00 - 19:30
Colloquium Fundamentale: Podiumsdiskussion: Meinungsfreiheit und Wissenschaftsfreiheit – über ein spannungsreiches Verhältnis
Vortrag
Atrium im InformatiKOM, Geb. 50.19, KIT Campus Süd, Adenauerring 12
Prof. Dr. Thomas Gutmann, Prof. Dr. Carsten Reinemann, Prof. Dr. Diana Rieger, Prof. Dr. Michael Schefczyk, Moderation: Prof. Dr. Senja Post
An gegenwärtigen öffentlichen Auseinandersetzungen wird immer wieder bemängelt, sie seien moralisiert. Kritisiert wird dabei, dass Diskussionen häufig weniger von der Suche nach differenzierten Argumenten geprägt seien als von dem Wunsch, sich moralisch korrekt zu positionieren. In Verruf sind Moralisierungen auch deshalb, weil sie als Mittel eingesetzt werden können, um andere Standpunkte zu diskreditieren und den offenen Austausch von Argumenten zu erschweren.
Zugleich sind Moralisierungen ein wichtiger Motor gesellschaftlichen Fortschritts. Ohne die Anprangerung von Ungerechtigkeit, Diskriminierung oder Machtmissbrauch wären zentrale Fortschritte – etwa im Kampf um das Frauenwahlrecht, die Abschaffung der Rassentrennung in den USA oder die Sensibilisierung für Machtmissbrauch in Abhängigkeitsverhältnissen – kaum denkbar.
Das Colloquium Fundamentale widmet sich im Sommersemester 2026 den Chancen und Risiken von Moralisierungen in öffentlichen Auseinandersetzungen und findet im Rahmen des BMFTR-geförderten Projektes MoWiKo (Moralisierungen in der Wissenschaftskommunikation – Ursachen, Formen und Wirkungen) statt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie moralische Bewertungen öffentliche Debatten, die Redefreiheit und die Wissenschaftsfreiheit beeinflussen und unter welchen Bedingungen sie zu produktiver Kritik an Missständen oder zu einer problematischen Verengung des Diskurses werden.
Abstract
Die Digitalisierung der öffentlichen Kommunikation und das Aufkommen sozialer Medien haben eine paradoxe Entwicklung begünstigt: Zum einen haben sie die Meinungsäußerungsfreiheit erhöht, weil es allen Personen heute möglich ist, sich öffentlich sichtbar in digitalen Debatten zu engagieren, Nachrichten zu kommentieren, eigene Inhalte zu erstellen und über ihre Netzwerke zu verbreiten. Dies bietet Chancen, dass vernachlässigte Perspektiven sichtbar oder dass öffentlich verbreitete Irrtümer korrigiert werden.
Andererseits gibt es Hinweise, dass lautstark engagierte Nutzerinnen und Nutzer mit extremen Ansichten, emotionalen und reißerischen Kommunikationsweisen digitale Debattenräume dominieren und Personen mit moderaten, differenzierten oder korrigierenden Aussagen aus dem Diskurs verdrängen. Die erhöhte Meinungsäußerungsfreiheit der einen könnte so zu einer Einschränkung der Redebereitschaft der anderen führen und negative Auswirkungen auf unsere Möglichkeiten zu einem rationalen, vielfältigen und wissensbasierten Argumentaustausch haben.
In dieser Podiumsdiskussion beschäftigen wir uns mit dem Zusammenhang zwischen Meinungsäußerungsfreiheit und unseren Möglichkeiten zu Erkenntnisfortschritt in gesellschaftlichen Auseinandersetzungen. Dazu klären wir zunächst den Unterschied und die Gemeinsamkeiten zwischen Meinungsfreiheit und Wissenschaftsfreiheit und erörtern dann, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit einen offenen, rationalen und wissensbasierten Austausch in demokratischen Gesellschaften fördern können.
Foto: © FORUM
Zugleich sind Moralisierungen ein wichtiger Motor gesellschaftlichen Fortschritts. Ohne die Anprangerung von Ungerechtigkeit, Diskriminierung oder Machtmissbrauch wären zentrale Fortschritte – etwa im Kampf um das Frauenwahlrecht, die Abschaffung der Rassentrennung in den USA oder die Sensibilisierung für Machtmissbrauch in Abhängigkeitsverhältnissen – kaum denkbar.
Das Colloquium Fundamentale widmet sich im Sommersemester 2026 den Chancen und Risiken von Moralisierungen in öffentlichen Auseinandersetzungen und findet im Rahmen des BMFTR-geförderten Projektes MoWiKo (Moralisierungen in der Wissenschaftskommunikation – Ursachen, Formen und Wirkungen) statt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie moralische Bewertungen öffentliche Debatten, die Redefreiheit und die Wissenschaftsfreiheit beeinflussen und unter welchen Bedingungen sie zu produktiver Kritik an Missständen oder zu einer problematischen Verengung des Diskurses werden.
Abstract
Die Digitalisierung der öffentlichen Kommunikation und das Aufkommen sozialer Medien haben eine paradoxe Entwicklung begünstigt: Zum einen haben sie die Meinungsäußerungsfreiheit erhöht, weil es allen Personen heute möglich ist, sich öffentlich sichtbar in digitalen Debatten zu engagieren, Nachrichten zu kommentieren, eigene Inhalte zu erstellen und über ihre Netzwerke zu verbreiten. Dies bietet Chancen, dass vernachlässigte Perspektiven sichtbar oder dass öffentlich verbreitete Irrtümer korrigiert werden.
Andererseits gibt es Hinweise, dass lautstark engagierte Nutzerinnen und Nutzer mit extremen Ansichten, emotionalen und reißerischen Kommunikationsweisen digitale Debattenräume dominieren und Personen mit moderaten, differenzierten oder korrigierenden Aussagen aus dem Diskurs verdrängen. Die erhöhte Meinungsäußerungsfreiheit der einen könnte so zu einer Einschränkung der Redebereitschaft der anderen führen und negative Auswirkungen auf unsere Möglichkeiten zu einem rationalen, vielfältigen und wissensbasierten Argumentaustausch haben.
In dieser Podiumsdiskussion beschäftigen wir uns mit dem Zusammenhang zwischen Meinungsäußerungsfreiheit und unseren Möglichkeiten zu Erkenntnisfortschritt in gesellschaftlichen Auseinandersetzungen. Dazu klären wir zunächst den Unterschied und die Gemeinsamkeiten zwischen Meinungsfreiheit und Wissenschaftsfreiheit und erörtern dann, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit einen offenen, rationalen und wissensbasierten Austausch in demokratischen Gesellschaften fördern können.
Foto: © FORUM
Montag, 06. Juli 2026
14:00 - 15:30
Ringvorlesung Wissenschaft in der Gesellschaft: Demokratische Wahlverfahren: Eine normative Analyse
Vortrag
Geb. 30.41 / Chemie-Hörsaal Nr. 2 / Criegée-Hörsaal
KIT Campus Süd, Fritz-Haber-Weg 2-6 …
KIT Campus Süd, Fritz-Haber-Weg 2-6 …
Prof. Dr. Clemens Puppe, KIT, Institut für Volkswirtschaftslehre (ECON), Lehrstuhl für Wirtschaftstheorie
In der Geschichte der USA kam es fünfmal vor, dass der gewählte Präsident weniger Wählerstimmen in der Bevölkerung erhielt als sein erfolgreichster Konkurrent bzw. Konkurrentin; zuletzt passierte dies im Jahr 2000 (Bush vs. Gore) und 2016 (Trump vs. Clinton). Bei der Bundestagswahl im Jahr 2005 stellte sich heraus, dass nach dem damals geltenden Wahlrecht zusätzliche Stimmen für eine Partei zu weniger Sitzen für diese Partei im Bundestag führen können. Dies sind nur zwei Beispiele von Verletzungen grundlegender, normativ wünschenswerter Eigenschaften von Wahlverfahren. Ein berühmtes mathematisches Resultat, das sogenannte Unmöglichkeitstheorem von Kenneth Arrow, besagt, dass in der Tat jedes Wahlverfahren manche grundlegende Prinzipien demokratischer Entscheidungsfindung verletzen muss. Der Vortrag erläutert dieses Resultat anhand von Beispielen und diskutiert einige seiner weitreichenden gesellschaftlichen Konsequenzen.
Zur Webseite des ECON
In welcher Beziehung stehen Wissenschaft und Gesellschaft? Wie nehmen gesellschaftliche Entwicklungen Einfluss auf die wissenschaftliche Forschung und wie wird wissenschaftliche Erkenntnis gesellschaftlich rezipiert und angewandt? Die Vorlesungsreihe mit unterschiedlichen KIT-internen und -externen Referierenden bietet einen Überblick über die Thematik, der sich in folgende Schwerpunkte gliedert: I. Das Wissenschaftssystem, II. Wissenschaft und Öffentlichkeit, III. Wissenschaft und Politik, IV. Wissenschaft und Wirtschaft, V. Wertediskurse.
Gasthörende und Gäste zu Einzelterminen melden sich bitte per E-Mail an unter ringvorlesung@forum.kit.edu.
Foto: jbuinac / stock.adobe.com
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In welcher Beziehung stehen Wissenschaft und Gesellschaft? Wie nehmen gesellschaftliche Entwicklungen Einfluss auf die wissenschaftliche Forschung und wie wird wissenschaftliche Erkenntnis gesellschaftlich rezipiert und angewandt? Die Vorlesungsreihe mit unterschiedlichen KIT-internen und -externen Referierenden bietet einen Überblick über die Thematik, der sich in folgende Schwerpunkte gliedert: I. Das Wissenschaftssystem, II. Wissenschaft und Öffentlichkeit, III. Wissenschaft und Politik, IV. Wissenschaft und Wirtschaft, V. Wertediskurse.
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Montag, 13. Juli 2026
14:00 - 15:30
Ringvorlesung Wissenschaft in der Gesellschaft: Gute wissenschaftliche Praxis am Beispiel sicherheitsrelevanter Forschung
Vortrag
Geb. 30.41 / Chemie-Hörsaal Nr. 2 / Criegée-Hörsaal
KIT Campus Süd, Fritz-Haber-Weg 2-6 …
KIT Campus Süd, Fritz-Haber-Weg 2-6 …
Nico Matthias Brähler, KIT, Academy for Responsible Research, Teaching, and Innovation (ARRTI)
Angesichts aktueller geopolitischer Entwicklungen gewinnen Fragen der Verteidigungsfähigkeit und Resilienz unserer Gesellschaft wieder rasant an Bedeutung. Auch Universitäten sehen sich mit der Frage konfrontiert, wie sie und ihre Mitglieder mit diesen gesellschaftlichen Herausforderungen umgehen. Technische Universitäten können durch ihre Forschung und Innovationsfähigkeit zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen. So wird der Ruf nach sicherheitsrelevanter Forschung an Universitäten lauter, was sich zuletzt auch in neuen Förderlinien niederschlägt.
Der Vortrag beleuchtet aus philosophischer Perspektive, wie sicherheitsrelevante Forschung mit Fragen der Guten Wissenschaftlichen Praxis zusammenhängt und wo Konflikte entstehen können: Zwischen jener Selbstregulierung, die die Wissenschaft sich selbst als Bedingung ihrer Freiheit gegeben hat, und den neuen Anforderungen einer veränderten Welt. Denn während die Wissenschaftsfreiheit sicherheitsrelevante Forschung ausdrücklich einschließt, geraten ihre Prinzipien wie beispielsweise Offenheit, Transparenz und freie Publikation dabei schnell unter Druck – etwa wenn Forschung zu Schwachstellen kritischer Infrastruktur genau jenen nützen könnte, die diese gezielt destabilisieren wollen.
In welcher Beziehung stehen Wissenschaft und Gesellschaft? Wie nehmen gesellschaftliche Entwicklungen Einfluss auf die wissenschaftliche Forschung und wie wird wissenschaftliche Erkenntnis gesellschaftlich rezipiert und angewandt? Die Vorlesungsreihe mit unterschiedlichen KIT-internen und -externen Referierenden bietet einen Überblick über die Thematik, der sich in folgende Schwerpunkte gliedert: I. Das Wissenschaftssystem, II. Wissenschaft und Öffentlichkeit, III. Wissenschaft und Politik, IV. Wissenschaft und Wirtschaft, V. Wertediskurse.
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Der Vortrag beleuchtet aus philosophischer Perspektive, wie sicherheitsrelevante Forschung mit Fragen der Guten Wissenschaftlichen Praxis zusammenhängt und wo Konflikte entstehen können: Zwischen jener Selbstregulierung, die die Wissenschaft sich selbst als Bedingung ihrer Freiheit gegeben hat, und den neuen Anforderungen einer veränderten Welt. Denn während die Wissenschaftsfreiheit sicherheitsrelevante Forschung ausdrücklich einschließt, geraten ihre Prinzipien wie beispielsweise Offenheit, Transparenz und freie Publikation dabei schnell unter Druck – etwa wenn Forschung zu Schwachstellen kritischer Infrastruktur genau jenen nützen könnte, die diese gezielt destabilisieren wollen.
In welcher Beziehung stehen Wissenschaft und Gesellschaft? Wie nehmen gesellschaftliche Entwicklungen Einfluss auf die wissenschaftliche Forschung und wie wird wissenschaftliche Erkenntnis gesellschaftlich rezipiert und angewandt? Die Vorlesungsreihe mit unterschiedlichen KIT-internen und -externen Referierenden bietet einen Überblick über die Thematik, der sich in folgende Schwerpunkte gliedert: I. Das Wissenschaftssystem, II. Wissenschaft und Öffentlichkeit, III. Wissenschaft und Politik, IV. Wissenschaft und Wirtschaft, V. Wertediskurse.
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Montag, 20. Juli 2026
14:00 - 15:30
Ringvorlesung Wissenschaft in der Gesellschaft: Genese, Verbreitung und Sicherung von Wissen
Vortrag
Geb. 30.41 / Chemie-Hörsaal Nr. 2 / Criegée-Hörsaal
KIT Campus Süd, Fritz-Haber-Weg 2-6 …
KIT Campus Süd, Fritz-Haber-Weg 2-6 …
Prof. Dr. Michael Mönnich, KIT, Bibliotheksdirektor a. D. an der KIT-Bibliothek
Der Vortrag verdeutlicht, wie sich der Umgang mit Wissen durch gesellschaftliche und technologische Entwicklungen kontinuierlich wandelt und welche Perspektiven sich daraus ergeben. Historische Beispiele wie die Entwicklung von der Alchemie zur modernen Chemie und die Entstehung des wissenschaftlichen Publikationswesens – von kirchlicher Kontrolle über Akademien und Zeitschriften bis hin zu Open Access – zeigen die zunehmende Öffnung von Wissen. Ebenso hat sich die Auffindbarkeit wissenschaftlicher Ergebnisse gewandelt: von traditionellen Katalogen über digitale Datenbanken bis hin zur Nutzung von KI zur Recherche. Auch die Aufbereitung fachspezifischer Erkenntnisse hat sich verändert: Während früher Enzyklopädien dem Publikum Wissen vermittelten, übernimmt heute Wikipedia diese Rolle – künftig möglicherweise KI. Abschließend wird die dauerhafte Sicherung wissenschaftlicher Erkenntnisse betrachtet. Bibliotheken und Archive, die bis vor wenigen Jahren traditionell Dokumente auf Papier bewahrten, befassen sich heute mit der Langzeitarchivierung digitaler Daten und dem Management von Forschungsdaten.
In welcher Beziehung stehen Wissenschaft und Gesellschaft? Wie nehmen gesellschaftliche Entwicklungen Einfluss auf die wissenschaftliche Forschung und wie wird wissenschaftliche Erkenntnis gesellschaftlich rezipiert und angewandt? Die Vorlesungsreihe mit unterschiedlichen KIT-internen und -externen Referierenden bietet einen Überblick über die Thematik, der sich in folgende Schwerpunkte gliedert: I. Das Wissenschaftssystem, II. Wissenschaft und Öffentlichkeit, III. Wissenschaft und Politik, IV. Wissenschaft und Wirtschaft, V. Wertediskurse.
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In welcher Beziehung stehen Wissenschaft und Gesellschaft? Wie nehmen gesellschaftliche Entwicklungen Einfluss auf die wissenschaftliche Forschung und wie wird wissenschaftliche Erkenntnis gesellschaftlich rezipiert und angewandt? Die Vorlesungsreihe mit unterschiedlichen KIT-internen und -externen Referierenden bietet einen Überblick über die Thematik, der sich in folgende Schwerpunkte gliedert: I. Das Wissenschaftssystem, II. Wissenschaft und Öffentlichkeit, III. Wissenschaft und Politik, IV. Wissenschaft und Wirtschaft, V. Wertediskurse.
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